Die Christusstatue in Rio de Janeiro

Die Christusstatue Cristo Redentor auf dem Corcovado in Rio de Janeiro ist nicht nur das Wahrzeichen Brasiliens, sondern eine der bekanntesten Statuen der Welt. Hier findest du alle Zahlen, Fakten, Geschichte und kuriose Details zur Christusstatue Rio de Janeiro – kompakt und übersichtlich.

Wer die Stadt besucht, kommt an ihr kaum vorbei. Und wer mehr über sie wissen möchte, findet hier alle wesentlichen Informationen – von der Höhe über das Gewicht bis zu den kuriosen Geschichten rund um den Cristo Redentor.

Für einen umfassenden Einstieg in das Reiseland empfehle ich den Brasilien-Überblick mit Land, Regionen, Kultur und praktischen Reisetipps.

Die Christusstatue in Rio de Janeiro

Christusstatue Rio de Janeiro: Die wichtigsten Zahlen und Fakten

Höhe der Statue 30 Meter (mit Sockel: 38 Meter)
Gewicht 1.145 Tonnen (ältere Quellen: 635 Tonnen)
Spannweite der Arme 28 Meter
Gewicht des Kopfes 30 Tonnen
Standort Corcovado, 710 m, Tijuca-Nationalpark, Rio de Janeiro
Material Stahlbeton mit Speckstein-Kacheln (Art Déco)
Einweihung 12. Oktober 1931
Baukosten ca. 9,5 Mio. Real (durch Spenden finanziert)
Besucher pro Jahr 1,5 bis 2 Millionen

Die Statue gilt als die größte Art-Déco-Statue der Welt und wurde 2007 zu einem der Neuen Sieben Weltwunder gewählt. Die Bauarbeiten begannen 1926, die feierliche Einweihung fand am 12. Oktober 1931 statt. Finanziert wurde der Bau vollständig durch Spenden der brasilianischen Bevölkerung.

Kurioses rund um den Cristo Redentor

Die Geburt aus einem Missverständnis

Ursprünglich sollte die Statue gar nicht Jesus Christus darstellen. Mitte des 19. Jahrhunderts schlug ein Priester ein Denkmal zu Ehren von Prinzessin Isabel vor, die eine wichtige Rolle bei der Abschaffung der Sklaverei spielte. Diese lehnte jedoch ab und schlug vor, stattdessen dem „wahren Erlöser" zu huldigen.

Ein „Christus mit Ball"

Der erste Entwurf des Ingenieurs Heitor da Silva Costa sah einen Jesus vor, der in der einen Hand einen Globus und in der anderen ein Kreuz hielt. Das Volk verspottete den Entwurf als „Cristo da bola" (Christus mit dem Ball), woraufhin das Design mit den weit geöffneten Armen entworfen wurde.

Hurrikan-sicher und blitzgetroffen

Die Statue wurde so konstruiert, dass sie Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h standhält – theoretisch einem Hurrikan der Kategorie 5. Aufgrund ihrer exponierten Lage wird sie im Durchschnitt 12 Mal pro Sommer von Blitzen getroffen; Arme, Kopf und Hände dienen dabei als Blitzableiter.

Das Herz im Inneren

Im Inneren der Statue, das nur für Wartungsteams zugänglich ist, befindet sich ein 1,30 Meter hohes, stilisiertes Herz. Darin wurde bei der Einweihung eine Glasflasche mit einer Pergamentrolle deponiert, die die Stammbäume der beteiligten Ingenieure enthält.

Der „verschwundene" Kopf von 2012

Zum Tag der Deutschen Einheit 2012 wurde die Statue in den Farben der deutschen Flagge angestrahlt. Durch die Beleuchtung verschmolz der obere, schwarz angestrahlte Teil mit dem Nachthimmel – für einen Moment sah es aus, als hätte der Cristo keinen Kopf.

Ein Wahrzeichen, das niemals klatscht

In Brasilien gibt es einen bekannten Running Gag der Bewohner von São Paulo über die Cariocas: „Der Christus wartet mit ausgebreiteten Armen nur darauf, zu applaudieren, wenn der erste Carioca endlich mal arbeiten geht."

Internationale Koproduktion – kein Geschenk Frankreichs

Entworfen wurde die Statue vom brasilianischen Ingenieur Heitor da Silva Costa, Hände und Kopf stammen vom französisch-polnischen Bildhauer Paul Landowski, das Gesicht gestaltete der Rumäne Gheorghe Leonida. Der Mythos, die Statue sei ein Geschenk Frankreichs (wie die Freiheitsstatue), ist falsch – die Finanzierung erfolgte komplett durch brasilianische Katholiken.

Berühmte Gäste

Zu den Besuchern zählten Papst Johannes Paul II., der Dalai Lama, Prinzessin Diana, Prinz Charles und der ehemalige US-Präsident Barack Obama.

Rio de Janeiro entdecken: Strände und Stadtteile

Die Christusstatue ist eng mit dem Bild Rio de Janeiros verbunden. Wer die Stadt besucht, sollte auch die berühmten Strände kennenlernen. Einen ausführlichen Überblick bietet der Artikel Die Strände von Rio de Janeiro – von Copacabana über Ipanema bis Barra da Tijuca, mit Zahlen, Fakten und praktischen Tipps.

Der wohl berühmteste Stadtteil Rio de Janeiros ist Copacabana. Mehr über Geschichte, Geografie, Strandkultur und Sicherheitstipps erfährst du im Artikel Copacabana – inklusive ausführlicher FAQ für den Strandbesuch.

Häufige Fragen zur Christusstatue Rio de Janeiro

Wie hoch ist die Christusstatue?

Die Statue selbst ist 30 Meter hoch, mit Sockel insgesamt 38 Meter. Die Armspannweite beträgt 28 Meter.

Wann wurde der Cristo Redentor gebaut?

Die Bauarbeiten begannen 1926, die Einweihung fand am 12. Oktober 1931 statt.

Wie schwer ist die Christusstatue?

Je nach Quelle wird das Gewicht mit 635 bis 1.145 Tonnen angegeben. Die neuere, häufig zitierte Zahl ist 1.145 Tonnen.

Wie kommt man zur Christusstatue?

Mit der Zahnradbahn (Trem do Corcovado) ab Cosme Velho, per Kleinbus oder zu Fuß über Wanderwege. Die Statue steht auf dem 710 Meter hohen Corcovado im Tijuca-Nationalpark.

Ist die Statue ein Geschenk Frankreichs?

Nein. Dieser Mythos ist falsch. Frankreich war nur durch den Bildhauer Paul Landowski beteiligt; finanziert wurde der Bau komplett durch brasilianische Spenden.

Wie viele Besucher kommen jährlich?

Zwischen 1,5 und 2 Millionen Touristen besuchen die Statue jedes Jahr. 2007 wurde sie zu einem der Neuen Sieben Weltwunder gewählt.

Fazit

Die Christusstatue auf dem Corcovado ist weit mehr als ein Postkartenmotiv: Sie ist ein technisches Meisterwerk, ein Produkt brasilianischer Spendenbereitschaft und ein Ort voller kurioser Geschichten – von der ursprünglichen Idee eines Prinzessinnen-Denkmals bis zum „verschwundenen Kopf" im Jahr 2012. Wer Rio de Janeiro besucht, erlebt mit dem Cristo Redentor ein Stück brasilianischer Identität, das sowohl architektonisch als auch kulturell seinesgleichen sucht.

Weiterlesen: Brasilien im Überblick · Die Strände von Rio de Janeiro · Copacabana



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